Basis einer nachhaltigen Forstwirtschaft: der moderne Waldschutz
Der Schutz des Waldes gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Was dabei vor allem gefragt ist? Eine ganzheitliche Analyse und Bewertung des gesamten Waldbestands – statt singulärer Untersuchungen einzelner Pflanzen oder Schadensfaktoren. Waldschutz und Waldbau arbeiten dabei Hand in Hand. Um Ursachen für Schäden auszumachen und bestmöglich zu verhindern.
Erklärtes Ziel des Waldschutzes ist der Erhalt von Forstgebieten als Lebens- Wirtschafts- und Erholungsraum, was angesichts des Klimawandels auch ein Kampf gegen die Zeit ist. Die globale Erwärmung führt nachweislich zur Anfälligkeit vieler Baumarten und Waldbestände und hat großen Einfluss auf die gesamte Flora und Fauna . Die INTERFORST zeigt umfassend Lösungen zum Schutz von Wäldern und Baumbeständen – ob gegen Schadinsekten, Wildverbiss, Pilzkrankheiten, Sturm- und Windwurf oder Waldbrand. Ein intelligentes Monitoring und der Waldumbau hin zu klimastabilen Wäldern sind hierbei elementar.
Übrigens: Das Thema Waldschutz wird auch in unserem Leitthema „Gesunder Zukunftswald" zum Leben erweckt.
Biodiversität & Artenschutz
Die Biodiversität im Wald umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Ein wichtiger Aspekt von Waldschutz und nachhaltiger Fortwirtschaft ist der Artenschutz. Dank zahlreicher gezielter Programme und Umweltschutzmaßnahmen steigt die Artenvielfalt im Wald wieder. Zum Schutz des Waldes stehen dabei auch Tierschutz sowie gleichermaßen Baum- und Pflanzenschutz im Fokus, um eine gesunde biologische Vielfalt zu erreichen. Wie bringt man diesen Aspekt mit der Nutzung von Wäldern als Rohstofflieferant zusammen? Antworten finden Sie auf der INTERFORST.
Waldschäden
Schadorganismen, wie Insekten und Pilze, bedrohen den durch lange Dürreperioden oftmals geschwächten Wald: Die zu den Borkenkäfern zählende Buchdrucker und Kupferstecher befallen Fichtenbestände. Hinzu kommen Schwammspinner, Eichenprozessionsspinner und andere Forstschädlinge. Ein zu hoher Wildbestand sorgt für Schäden durch Wildverbiss insbesondere an jungen Bäumen. Nicht zuletzt sorgen Stürme im Frühjahr und Herbst für teils großflächigen Sturm- und Windwurf in den Beständen. Die größte Gefahr für Waldbrände besteht im Frühjahr und in den Sommermonaten.
Digitale Technologien im Waldschutz
Die Digitalisierungim Waldschutz nutzt eine Vielzahl moderner Technologien, um den Zustand des Waldes präzise zu überwachen, Schäden frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen effizient zu planen. Besonders relevant sind dabei Fernerkundung und Drohnen, LiDAR-Technologie, Sensortechnik, geographische Informationssysteme (GIS) sowie digitale Apps und GPS. Die großen Datenmengen werden von KI ausgewertet und aufbereitet. So gibt das Borkenkäfer-Monitoring z.B. Auskunft über seine Verbreitung und KI-gestützte Analysen helfen beim Erhalt der Biodiversität.
Waldbrandüberwachung und Waldbrandbekämpfung
Waldbrände lassen sich nur eingeschränkt an Umwelteinflüssen festmachen, sondern werden in der Regel von Menschen verursacht, weshalb der Schutz des Waldes besonders tückisch sein kann. Bisweilen willentlich, sehr häufig versehentlich – durch unkontrollierte Lagerfeuer oder den nachlässigen Umgang mit Zigaretten. Das Positive: Die Ausstattung der Feuerwehren zur Waldbrandbekämpfung und Waldbrandüberwachung wird kontinuierlich besser, sicherer und innovativer. Große Waldbrände werden mit Hilfe von Flugzeugen, Helikoptern und Satelliten aus der Luft beobachtet und analysiert; die Löschung aus der Luft ergänzt oder ersetzt Löschmanöver am Boden, wenn letztere nicht mehr ausreichend sind. Darüber hinaus kommen intelligente Löschroboter zum Einsatz, sollte Gefahr für Leib und Leben bestehen.
Erfassung der Schadstoffbelastung
Waldsterben ist auch das Resultat von Schadstoffen, die durch Regen oder Staub in den Forst gelangen. Die Schadstoffbelastung lässt sich durch verschiedene Untersuchungsmethoden erfassen und analysieren. Diese technische Messung wird oft durch Biomonitoring ergänzt, bei dem die Schadstoffbelastung von Tieren und Pflanzen ermittelt wird, um davon auf die Gesamtsituation im Wald zu schließen. Dabei werden zum Beispiel Pflanzen in Gewächshäusern angebaut und anschließend ausgesetzt oder Pflanzen aus dem Wald entnommen und im Labor analysiert.
Wiederaufforstung
Ob Erstaufforstung oder Wiederaufforstung von ehemals bestockten Waldflächen: Die Themen Aufforstung und Naturverjüngung dienen ebenfalls dem aktiven Waldschutz und sind wesentliche Elemente der nachhaltigen Forstwirtschaft. Auch hierzu bietet die Leitmesse INTERFORST detaillierte Einblicke.