Damit Holz sicher und effizient ans Ziel kommt: Holztransportfahrzeuge auf der INTERFORST
Ob Kurzholz- oder Langholz-LKW, moderne Ladekräne, Greifer oder Zubehör – der Holztransport entwickelt sich kontinuierlich weiter. Höhere Nutzlasten, leistungsfähigere Kransysteme, digitale Assistenzlösungen und innovative Fahrzeugaufbauten sorgen heute für mehr Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit entlang der gesamten Transportkette.
Auf der INTERFORST 2026 präsentieren zahlreiche Hersteller ihre modernen Fahrzeuge, Aufbauten und Transportlösungen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über neueste Entwicklungen zu informieren, Technik aus nächster Nähe zu erleben und mit Herstellern sowie Fachleuten der Branche ins Gespräch zu kommen.
Holztransport mit Kurzholz- und Langholz-LKW
In Deutschland werden überwiegend Kurzholz-LKW für den Holztransport eingesetzt, da viele Sägewerke Stammholz in definierten Längen verarbeiten. Entsprechend werden diese Sortimente bereits im Wald auf die geforderten Maße zugeschnitten. Kurzholz-LKW transportieren Baumabschnitte, sogenannte Fixlängen, zwischen zwei und sechs Metern. Es gibt unterschiedliche Bauvarianten der pferdestarken Transportmittel: Der Kurzholz-Gliederzug ist ein LKW mit Anhänger, bei dem sowohl Fahrzeug als auch Anhänger mit Rungen, d. h. senkrechten Stützpfosten am Holztransporter, ausgestattet sind. Beim Kurzholz-Sattelzug handelt es sich um einen Sattelauflieger mit mehreren Rungenfeldern. Die Mehrheit der Kurzholz-LKW verfügt zudem über einen Ladekran zum flexiblen Be- und Entladen der Stämme vom Holzpolter am Waldweg. Kurzholz-LKW sind für den Transport von Stamm-, Industrie- und Papierholz geeignet, bieten eine höhere Wendigkeit als Langholzfahrzeuge und verfügen meist über eine größere Nutzlast als vergleichbare Kombifahrzeuge für Kurz- und Langholz.
Langholz-LKW transportieren ganze Baumstämme mit einer Länge von etwa 7 bis 20 Metern. Stämme dieser Länge werden vor allem in der hochwertigen Rundholzindustrie eingesetzt, beispielsweise für die Furnierherstellung oder die Produktion von Masten, etwa Strom- und Fahnenmasten. Typische Bauarten sind der Langholzzug, einem Zugfahrzeug mit Holzladekran und separatem Nachläufer (Dolly), der das hintere Ende der Stämme trägt. Zudem gibt es den Langholz-Sattelzug, eine Sattelzugmaschine mit speziellem Holzauflieger. Dieser ist vor allem für Ferntransporte geeignet. Rungen sichern auch hier die Stämme während des Transports. Zudem sind Langholz-LKW in der Regel mit einem Ladekran ausgestattet.
Während sich Langholz-LKW technisch zu spezialisierten Fahrzeugen für den Transport langer Qualitätsstämme weiterentwickeln, werden Kurzholz-LKW zunehmend zu hocheffizienten Arbeitsmaschinen mit leistungsfähigen Kränen, hoher Nutzlast und moderner Digitaltechnik.
Moderne Aufbau- und Ladetechnik für Holztransporter
LKW-Aufbauten sorgen für den sicheren Transport von Rundholz. Je nach Stammlänge gibt es Kurzholz-, Langholz- oder Kombinationsaufbauten. Die Aufbauten verfügen in der Regel über Rungen (senkrechte Steckpfosten), die seitlich am Fahrzeug angebracht sind und die Fracht beim Transport sichern. Die Rungen können verschoben, herausgenommen oder geklappt werden, um unterschiedliche Holzlängen zu transportieren. Zudem gibt es Teleskoprahmen zur Anpassung an unterschiedliche Holzlängen.
LKW-Ladekräne dienen dem Be- und Entladen des Holzes. Am häufigsten findet sich der Zentralkran, der direkt hinter dem Fahrerhaus angebracht ist. Alternativ kommt der Heckkran zum Einsatz. Der hydraulische Knickarmkran ist Standard beim Holztransport, zudem sind funkgesteuerte Ladekräne weit verbreitet. Hochleistungskräne haben eine besonders große Reichweite und Hubkraft. Greifer am Ende des Ladekrans machen das Aufnehmen und Ablegen der Baumstämme möglich. Sie verfügen in der Regel über einen hydraulischer Rotator (360° drehbar) zur präzisen Positionierung der Stämme. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Ausführungen – je nach Sortiment und Einsatzort unterscheidet man Rundholzgreifer, Mehrzweckgreifer für unterschiedliche Holzsortimente, Industrieholzgreifer für dünnere Stämme sowie Schwerlastgreifer. Jeder Kran und jedes technische Element erfüllt seine eigene hochspezifische Nische und ergänzt das professionelle Sortiment an Aufbau- und Ladetechnik, die auf der INTERFORST gezeigt werden.
Zum Zubehör eines modernen Holztransporters gehören neben verstellbaren Rungen, Rotatoren, Holzgreifern und der Kran-Funksteuerung in der Regel auch ein Wiegesystem, das die Überladung des Holztransporters vermeidet. Zurrketten und Spanngurte helfen, die Fracht zusätzlich zu sichern. LED-Arbeitsscheinwerfer beleuchten den Arbeitsplatz im Wald bei Dunkelheit oder wetterbedingt schlechten Sichtverhältnissen. Zudem verfügen Holztransporter über Kamerasysteme, eine Reifendruckregelanlage, den im Wald oft notwendigen Unterfahrschutz sowie eine Seilwinde. Telematiksysteme sorgen für die Überwachung von Fahrzeugdaten, Position, Fahrzeiten und optimieren die Transportabläufe.
Im Zusammenspiel sorgt die Technik für einen sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Holztransport vom Wald bis zum Verarbeiter.
Flurfördertechnik und Verladehilfen im Holztransport
Im Rahmen des Holztransports werden diese Maschinen überwiegend auf Betriebshöfen, Holzlagerplätzen, Umschlagterminals sowie in Sägewerken und Holz verarbeitenden Betrieben eingesetzt. Gabelstapler ergänzen die Möglichkeiten zum Be- und Entladen sowie innerbetrieblichem Transport von Holz, Paletten und Zubehör auf Lagerplätzen und in Betriebsstätten. Der Teleskopstapler hebt, verlädt und setzt Holz auch über größere Höhen und Reichweiten um. Für den sicherer Zugang zu hochgelegenen Fahrzeugbereichen für Wartungs-, Reparatur- und Kontrollarbeiten sorgen Arbeitsbühnen und Höhenzugangsgeräte. Auffahrrampen ermöglichen das Auffahren von Fahrzeugen oder Maschinen auf Transportfahrzeuge. Das ermöglicht zum Beispiel das Umsetzen des Harvesters über größere Strecken zu einem neuen Einsatzort per Tieflader.