Optimal aufgestellt: Holzbearbeitung im Fokus der Messe

Männer betrachten Holzspaltmaschine mit Brennholz auf einer Vorführung im Freigelände einer Fachmesse.

Welche Methoden gibt es, um Holz schnell und effektiv zu bearbeiten? Was können mobile Sägewerke leisten? Und wie lassen sich Metallobjekte zuverlässig orten? Die INTERFORST verschafft Ihnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Techniken zur Holzbearbeitung – von der Qualitätssicherung über mobile Sägewerke bis hin zu Recycling und Entsorgung.

Was die Messe INTERFORST von anderen unterscheidet, ist die Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette – und diese erstreckt sich weit über die Arbeit im Forst hinaus. Bestes Beispiel: der Bereich Holzbearbeitung, auf den sich einige renommierte Anbieter fokussieren.

Mobile Sägewerke und Zubehör

Auswahl und Angebot an mobilen Sägewerken sind groß, denn für viele Waldbesitzende sind sie die bessere Alternative im Vergleich zu den großen stationären Sägewerken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Gerade für lokale Produzenten und Abnehmer ist die Verarbeitung vor Ort attraktiv, denn aufwendige Transportwege und Lagerkosten entfallen. Das Holz muss nicht vorsortiert werden, weil das mobile Sägewerk an jeden Stamm angepasst werden kann, was vor allem bei Wertholz eine höhere Qualität garantiert. Außerdem werden Schnittabfälle durch die direkte Weiterarbeitung von Resten zu Brennholz oder Hackschnitzeln vermeiden.

Mobiles Bandsägewerk schneidet Baumstamm auf Forstmesse zu Balken

Warum es sich lohnt, bei diesem Thema up-to-date zu bleiben? Weil neueste Sägewerktechniken für eine noch effektivere Bereitstellung von Schnittholz sorgen und intelligente Recycling-Techniken die wirtschaftlich rentable Entsorgung von Holzabfällen ermöglichen.

Kurz: eine Investition – viele wirtschaftliche Vorteile.

Sägewerkstechnik

Keine Verarbeitung von Rundhölzern zu Schnittholz ohne Sägewerkstechnik. Denn erst durch den Sägevorgang lassen sich aus den unregelmäßig gewachsenen Rundholzformen die gewünschten Balken, Kanthölzer, Bohlen, Latten, Bretter, sprich: Schnittware oder Sägeware, herausschneiden.

Klingt einfach, ist aber mit Herausforderungen verbunden, da bereits der Rohstoff viele unterschiedliche Einflussgrößen aufweist. Die Stämme divergieren in Durchmesser und Längen sowie in Wuchs und Feuchtigkeit. Je mehr Abweichungen vorhanden sind, desto genauer muss der Bearbeitungsvorgang überwacht werden. Zumal an die erzeugte Ware klare Mindestanforderungen gestellt werden: Die Querschnittabmessungen müssen innerhalb bestimmter Toleranzen liegen, Längen teils einheitlich sein, auch die Feuchtigkeit ist häufig vorgeschrieben sowie die Güteklassen.

Viele Faktoren, die zu einer sehr breitgefächerten Entwicklung der Sägewerkstechnik führten. So entstanden zum Beispiel teil- oder vollautomatische Gattersägewerke, Blockbandsägewerke, und Kreissägewerke, um jedes Holzformat bestmöglich verarbeiten und Abweichungen vom Sollwert ausgleichen zu können. Der Arbeitsablauf hingegen bleibt immer gleich: Sortieren des Rundholzes, Einschnitt, Sortieren des Schnittholzes.

Die Digitalisierung in der Sägewerkstechnik verändert die holzverarbeitende Branche grundlegend. Durch die intelligente Vernetzung von Maschinen, Sensoren und IT-Systemen entstehen hochautomatisierte, datenbasierte Produktionsprozesse. Diese tragen dazu bei, die Effizienz zu erhöhen und den Rohstoff Holz gezielter und ressourcenschonender einzusetzen. Durch den Einsatz von 3D-Scannern und Künstlicher Intelligenz lassen sich Rundholz präzise vermessen, Qualitäten zuverlässig beurteilen und Einschnittsprozesse in Echtzeit optimieren. Die Maschinen entlang der Sägelinien sind miteinander vernetzt, tauschen kontinuierlich Daten aus und passen ihre Abläufe automatisch an Materialeigenschaften sowie Auftragsanforderungen an. Gleichzeitig übernehmen digitale Systeme die Steuerung des Materialflusses, sorgen für mehr Transparenz in den Prozessen und gewährleisten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit des Holzes.

Die INTERFORST bietet als Messe zur Holzbearbeitung Produkte und Lösungen zu allen Prozessen der Holzverarbeitung in Sägewerken – von der Anlieferung, Lagerung und Sortierung von Rundholz über die Verarbeitung zu Schnittholz bis hin zur Schnittholzsortierung sowie Lagerung und Trocknung.

Recycling-Technik und Entsorgung

Beim Zusägen des Rundholzes und der Durchforstung des Waldes entstehen größere Mengen an Holz- und Schnittabfällen, die entsorgt oder weiterverarbeitet werden – zum Beispiel zu Brennholz, Hackschnitzel, Pellets oder Papier. Informieren Sie sich auf der INTERFORST über innovative Recycling-Techniken und die neuesten Entsorgungsmöglichkeiten.

Geräte zur Ortung von Metallobjekten

Als Folge des Zweiten Weltkriegs sind noch immer ganze Baumbestände durch Geschosse und Granatsplitter beschädigt. Vor allem kleinere Partikel können nicht mit bloßem Auge erkannt werden, so dass das Ausmaß der Kontaminierung erst bei der Weiterverarbeitung festgestellt werden kann.

Das Problem: Bereits kleinste Metallpartikel können den Sägevorgang erheblich stören. Sie führen zu Beschädigungen an Sägezähnen und Sägeblättern und beeinträchtigen die Prozessstabilität. Darüber hinaus kann es zu Überhitzung kommen, und der entstehende Funkenflug stellt in einer Produktionsumgebung mit leicht entzündlichem Material wie Holz ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.Um dieses Risiko zu vermeiden, kommen idealerweise schon vor der Fällung Ortungsgeräte zum Einsatz, die Fremdkörper erkennen und so eventuelle Maschinenschäden bei der Holzverarbeitung vermeiden.

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