Gesunder Zukunftswald

Nachhaltige Forstwirtschaft ist der Schlüssel zu einem gesunden Zukunftswald im Klimawandel. Die INTERFORST zeigt als internationale Leitmesse praxisnahe Lösungen für eine zukunftsfähige Waldwirtschaft.

  • Nachhaltige Forstwirtschaft als Schlüssel: Der Umbau zu Mischwäldern stärkt Biodiversität, CO₂-Bindung und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel und Extremereignissen.
  • Mehrwert für Mensch, Klima und Wirtschaft: Der gesunde Zukunftswald vereint Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen und sichert Lebensräume sowie die forstliche Wertschöpfung.
  • Innovation und Praxislösungen für den Wald: Zukunftsorientiertes Waldmanagement verbindet nachhaltige Pflege mit neuen Erlösmodellen – die INTERFORST bietet dafür eine zentrale Plattform für Austausch und Wissenstransfer.

Mann geht auf Messeweg zwischen Tannenbäumen mit Schild „Zeitreise zum Zukunftswald“

Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft vor die zentrale Herausforderung, den Wald fit für die Zukunft zu machen. Ein gesunder Zukunftswald sichert Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen, speichert große Mengen CO2 und liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz. Der Weg dorthin führt über nachhaltige Forstwirtschaft und den systematischen Umbau zu klimaresilienten Mischwäldern – Wälder, die vital, widerstandsfähig und artenreich sind. 

Waldbesitzende, Forstbetriebe und Forstdienstleister sehen sich daher aktuell mehr denn je in der Verantwortung, die wichtigen Funktionen des Waldes für die nächsten Generationen zu erhalten. Als internationale Leitmesse stellt die INTERFORST vielfältige und innovative Praxislösungen für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Forstwirtschaft vor. 

Nachhaltige Forstwirtschaft als Lösungsweg 

Die Grundlage für nachhaltige Waldbewirtung ist so einfach wie wirkungsvoll: Es wird nicht mehr Holz entnommen, als nachwächst. Aber auch nach der Holzernte, sorgt die sogenannte Kaskadennutzung dafür, dass der Rohstoff mehrfach verwendet und lange im Kreislauf bleibt. Damit zeigt die Forst- und Holzwirtschaft, was echte Kreislaufwirtschaft bedeutet. 

Gesunder Zukunftswald: Nutzen für Wald, Mensch, Klima und Branche 

  • Gesund für den Wald: Ein gesunder Wald verfügt über eine biologische Vielfalt und bietet damit Tier- und Pflanzenarten ausreichend Lebensräume. 
  • Gesund für den Menschen: Ein gesunder Wald kann seine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion für den Menschen erfüllen. 
  • Gesund für das Klima: Ein gesunder Wald ist widerstandsfähiger gegenüber Hitze- und Dürreperioden, Stürmen oder Schädlingen, speichert CO2, filtert Luft und Wasser.  
  • Gesund für die Branche: Ein gesunder Wald versorgt alle Beteiligten entlang der forstlichen Wertschöpfungskette, sichert Arbeitsplätze und bietet Raum für bewährte und neue Nutzungskonzepte. 

Multifunktionaler Wald: Nutzung, Schutz und Erholung 

Ein gesunder Zukunftswald erfüllt drei Hauptaufgaben:   

  • Nutzfunktion: Wirtschaftliche Nutzung von Wald als Rohstoffquelle und Arbeitsstätte 
  • Schutzfunktion: Klima-, Wasser-, Arten- und Bodenschutz für Mensch und Umwelt 
  • Erholungsfunktion: Entspannung, Sport und Naturerlebnisse im Wald  

Eine nachhaltige Forstwirtschaft fördert diese Funktionen des Waldes und stärkt seine Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit. Der Aufbau von Mischwäldern, das Belassen von Totholz im Wald, der Abbau hoher Holzvorräte und die Vermeidung von Kahlschlägen dienen dem Waldschutz und fördern die Biodiversität. Unabhängige Zertifizierungssysteme wie PEFC und FSC bestätigen den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Walbesitzende, Förster und Forstdienstleister tragen mit ihrer wertvollen Arbeit im Wald zum Erhalt der Waldfunktionen, auch für unsere Gesellschaft, bei.  

Nachhaltiges Waldmanagement und alternative Einnahmequellen 

Nachhaltiges Waldmanagement ist mit langfristiger Planung, regelmäßigen Kontrolle des Gesundheitszustands sowie schnellem Handeln im Kalamitätsfall verbunden. Dabei soll der Wald auch als Lebensgrundlage für kommende Generationen gesichert werden. Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Waldbesitzende und Nachwuchskräfte hinzu, die sich Beratung und Orientierung rund um ihren Wald wünschen. Die INTERFORST bietet eine ausgezeichnete Plattform, um sich über modernes Waldmanagement sowie alternative Einnahmequellen wie Windkraft im Wald oder CO2-Zertifikate zu informieren. 

Beispiele für alternative Einnahmequellen:

Windkraft im Wald:

Windkraft im Wald kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten und eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven für Waldbesitzende. Gleichzeitig gilt: Der Wald steht an erster Stelle. Deshalb sind Windkraftprojekte an strenge Genehmigungen geknüpft, die bspw.

  • umfangreiche Artenschutzmaßnahmen (z. B. für Fledermäuse, Vögel) vorsehen,  
  • Rodungsflächen minimieren und 
  • Ausgleichsmaßnahmen vorsehen. 

CO2-Zertifikate

Richtig umgesetzt, können Waldprojekte Klimaschutz messbar machen und Waldbesitzenden zusätzliche Einnahmen ermöglichen. Dafür gelten jedoch klare Anforderungen, die

  • eine zusätzliche, messbare und dauerhafte CO₂-Bindung sicherstellen,
  • durch gezielte Maßnahmen wie Holzzuwachs oder Vorratshaltung erreicht wird,
  • über die übliche Waldbewirtschaftung hinausgehen und
  • nach anerkannten Standards transparent nachgewiesen werden.

Klimastabile Wälder durch gezielten Waldumbau 

Der Klimawandel erfordert von allen Beteiligten neue Wege im Waldumbau. Extreme Wetterbedingungen wie Hitze, Trockenheit und Stürme aber auch der Schädlingsbefall sind eine echte Herausforderung speziell für Monokulturen. Die Lösung sind stabile Mischwälder. Je nach Bewirtschaftungsziel, Baumbestand und Bodenbeschaffenheit kann die Aufforstung mit ganz verschiedenen Baumarten über Naturverjüngung, Saat oder Pflanzungen geschehen. 

Besucher gehen durch eine bepflanzte Ausstellungsfläche mit jungen Bäumen, Holzmulch und Infotafel in einer Messehalle.

Insbesondere die Jahre 2018 bis 2021 waren durch extreme Trockenheit und enorme Waldschäden und damit große Verluste für Waldbesitzende geprägt. Große Waldflächen mussten wieder aufgeforstet werden. Waldpflege ist dabei ein aktiver Beitrag zur Resilienzverbesserung und zum Erhalt stabiler Ökosysteme.  

Um dem Klimawandel aktiv begegnen zu können, finden Besucherinnen und Besucher auf der INTERFORST praxisnahe Angebote zu Aufforstung, klimagerechten Baumarten, Kalamitätsschutz und Waldpflege.  

Nachhaltig wirtschaften – Biodiversität schützen 

Die Biodiversität spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilität und Anpassungsfähigkeit der Wälder im Klimawandel.  

Merkmale von Biodiversität: 

  • Eine hohe Artenvielfalt besteht vor allem in heterogenen Wäldern mit ausreichend hohem Totholzanteil.  
  • Die genetische Vielfalt begünstigt, dass sich die Arten besser an Veränderungen ihrer Umwelt anpassen können.
  • Unterschiedliche Lebensräume im Wald bedeuten Ökosystemvielfalt.  

Damit ist sie ein Schlüsselfaktor für einen gesunden Zukunftswald. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass der Wald seine Ökosystemleistungen erbringen kann. In einem gesunden Wald besteht die Möglichkeit der Honorierung von Ökosystemleistungen, z. B. über Förderprogramme oder den Verkauf von CO2-Zertifikaten.  

Vom Baum zum Kreislauf: Wald und Holz für eine klimafreundliche Zukunft

Eine weitere Aufgabe des gesunden Zukunftswaldes ist die Bindung von schädlichem CO2. Um dies zu fördern, werden bei der nachhaltigen Forstwirtschaft unterschiedliche Altersstufen und Bestandesschichten gefördert und so eine hohe CO2-Speicherung im Wald unterstützt.   

Auch nach Abholzung ist Holz als klimafreundlicher Rohstoff wichtig für den Klimaschutz. Denn Holz ist im Vergleich zu fossilen Brennstoffen und Wertstoffen, wie Beton, Stahl oder Kunststoff, nachwachsend, ökologisch wertvoll und benötigt weniger Herstellungsenergie. Holz wird vielfältig als Holzprodukt (Baumaterial, Möbel, Musikinstrumente) oder Energieträger verwendet. Dabei wird die Kreislaufwirtschaft angestrebt, d. h., dass Holz durch Wiederverwendung und ein Vermeiden von Abfällen möglichst effizient genutzt wird. Bei der Kaskadennutzung wird das wertvolle Stammholz zunächst für die Bau- und Möbelindustrie verwendet. Danach folgen mehrere Recyclingschritte, die das Holz möglichst lange in der Nutzung halten und schließlich in der energetischen Nutzung münden.  Damit lebt die Forst- und Holzwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Akteuren das, was andere Branchen anstreben: Sie ist ein echtes Kreislaufmodell. 

Auch nach Abholzung ist Holz als klimafreundlicher Rohstoff wichtig für den Klimaschutz. Denn Holz ist im Vergleich zu fossilen Brennstoffen und Wertstoffen, wie Beton, Stahl oder Kunststoff, nachwachsend, ökologisch wertvoll und benötigt weniger Herstellungsenergie. Holz wird vielfältig als Holzprodukt (Baumaterial, Möbel, Musikinstrumente) oder Energieträger verwendet. Dabei wird die Kreislaufwirtschaft angestrebt, d. h., dass Holz durch Wiederverwendung und ein Vermeiden von Abfällen möglichst effizient genutzt wird. Bei der Kaskadennutzung wird das wertvolle Stammholz zunächst für die Bau- und Möbelindustrie verwendet. Danach folgen mehrere Recyclingschritte, die das Holz möglichst lange in der Nutzung halten und schließlich in der energetischen Nutzung münden.  Damit lebt die Forst- und Holzwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Akteuren das, was andere Branchen anstreben: Sie ist ein echtes Kreislaufmodell. 

Gestapelte Baumstämme mit sichtbaren Jahresringen, Markierungen und eingesteckten Handwerkzeugen auf einer Vorführfläche.

Häufig gestellte Fragen

Was ist „nachhaltige Forstwirtschaft?"

Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald wird durch die Nutzung und Pflege in all seinen Funktionen für kommende Generationen erhalten. Bei der Nutzung der Ressource Holz gilt: Es wird nicht mehr genutzt als nachwächst. Ein Grundprinzip der modernen Forstwirtschaft

Welche drei Hauptfunktionen muss ein multifunktionaler Wald erfüllen?

  • Nutzfunktion: Der Wald als wirtschaftliche Basis und Lieferant des nachwachsenden Rohstoffs Holz. 
  • Schutzfunktion: Bewahrung von Klima, Wasser, Artenvielfalt und Boden. 
  • Erholungsfunktion: Der Wald als Ort für Sport, Entspannung und Naturerlebnisse für den Menschen. 

Was bedeutet „Kaskadennutzung“ im Kontext der Holzwirtschaft?

Kaskadennutzung beschreibt eine Strategie der Kreislaufwirtschaft, bei der Holzprodukte so lange wie möglich im System gehalten werden. Wertvolles Stammholz wird zuerst hochwertig verbaut (z. B. in der Bau- oder Möbelindustrie). Nach der Nutzung folgen mehrere Recyclingschritte, bis das Holz am Ende seines Lebenszyklus energetisch (zur Wärmegewinnung) genutzt wird. 

Welche alternativen Einnahmequellen gibt es für Waldbesitzende neben dem Holzverkauf?

Um unabhängiger von den Schwankungen des Holzmarktes zu sein, gibt es zwei moderne relevante Ansätze: 

  • Windkraft im Wald: Unter strengen Auflagen zum Artenschutz und zur Minimierung von Rodungsflächen. 
  • CO2-Zertifikate: Honorierung von Maßnahmen, die eine zusätzliche, messbare und permanente CO2-Bindung bewirken, die über die normale Waldbewirtschaftung hinausgeht. 

Wo finden Akteure der Forstbranche praktische Lösungen für diese Transformation?

Als internationale Leitmesse ist die INTERFORST die zentrale Plattform für den Wissenstransfer und die Vernetzung der Branche. Wir präsentieren konkrete, praxisnahe Lösungen für die aktuellen Herausforderungen: 

  • Innovation & Technik: Unsere Aussteller zeigen modernste Verfahren für die Herausforderungen im Klimawandel wie Aufforstung, Kalamitätsschutz und Waldpflege. 
  • Beratung & Orientierung: Speziell neue Waldbesitzende und Nachwuchskräfte finden bei der INTERFORST Orientierung für ein zukunftsorientiertes Waldmanagement, beispielsweise in unserem vielfältigen Rahmenprogramm. 
  • Zukunftsstrategien: Auf der INTERFORST können Sie sich über alternative Einnahmequellen wie CO2-Zertifikate oder Windkraft informieren. Außerdem zeigen unsere Aussteller und unsere Experten bei Vorträgen Wege auf, wie Forstbetriebe ökonomisch stabil und ökologisch wertvoll bleiben können.

Weitere Leitthemen der INTERFORST 2026

Wald & Mensch im Fokus: Berufe im Wald ✓ Generationenwechsel ✓ Fachkräftemangel ✓ regionale Wertschöpfung ➤ jetzt Perspektiven entdecken!

Ein Mann in Kletterausrüstung hängt an einem aufgestellten Baumstamm, der mit orangenen Gurten fixiert wurde.

Innovative Forsttechnik gestaltet den Wald von morgen. Erleben Sie wegweisende Maschinen, intelligente Systeme und nachhaltige Antriebskonzepte auf der INTERFORST.

Zwei Männer stehen an einer großen grünen Maschine auf einer Outdoor-Ausstellung unter blauem Himmel.

Digitalisierung in der Forstwirtschaft: GIS ✓ Drohnen ✓ Sensorik ✓ AI ➤ jetzt praxisnahe Lösungen entdecken!

Mann mit VR-Brille simuliert Holzfällarbeit mit Motorsäge in einer interaktiven Messeinstallation vor Waldkulisse.
Zum Seitenanfang