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Pressemitteilung

Was bietet die Digitalisierung für die Forst- und Holzindustrie?

20. April 2022
  • Studie: Chancen erkannt, aber noch viel Entwicklungspotenzial
  • Vom Waldmonitoring bis zu Steuersystemen für Harvester
  • Breites Lösungsangebot auf der INTERFORST, 17. bis 20. Juli 2022

Besser planen, reagieren, kommunizieren, vermarkten: Mit digitalen Geländemodellen, simulierten Wachstumsprozessen, Sensortechnik für die Waldzustandsmessung und dem Vernetzen von Teilnehmern in der Wertschöpfungskette wird Digitalisierung zum Teil der Geschäftsstrategie rund um Wald und Holz. Die Aussteller auf der INTERFORST 2022 (17. bis 20. Juli 2022) in München haben Lösungen rund um IT und Digitalisierung für die Forstwirtschaft im Portfolio.

Das Entwicklungspotenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft: So zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie der Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V., dass die digitale Wertschöpfungskette in vielen Details noch in der Umsetzungsphase steckt. Das Bewusstsein ist bei vielen Akteuren in der Forst- und Holzbranche vorhanden: So geben 94 Prozent der Befragten an, der Digitalisierung aufgeschlossen gegenüberzustehen. Vorteile werden insbesondere gesehen im papierlosen Datenmanagement, in der Transportkostenoptimierung, einem Just-in-Time-Warenfluss und in einer verbesserten Maschinenauslastung.

Oft sind insbesondere bei der Holzernte die digitalen Tools außerhalb der Maschinen noch nicht verbreitet, was einer unzureichenden Mobilfunknetz-Abdeckung sowie fehlenden Standards in der Forst-Holz-Kommunikation geschuldet ist. Doch insgesamt ist die Digitalisierung – auch in der traditionsbewussten Branche Forst und Holz – bei der Gestaltung der eigenen Prozesse bereits in der Umsetzungsphase: 31 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass Digitalisierung bereits fester Bestandteil der Geschäftsstrategie ist und 61 Prozent verfolgen einzelne digitale Projekte.

Mit Daten in die Forstwirtschaft der Zukunft

Bei der Auswahl einer passenden digitalen Lösung oder bei der Planung zukünftiger Investitionen in digitale Technik können die Besucher und Besucherinnen auf der INTERFORST 2022 ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Im Waldmonitoring können mit optimierten Sensoren und verbesserter Vernetzung die Datenpunkte als Grundlage für fundierte Entscheidungen herangezogen werden. Drohnen-gestützte Systeme mit LiDAR-Daten (Light detection and ranging) liefern hochgenaue Punktdaten für digitale Geländemodelle, die alle realen Bedingungen im Forst abbilden und Veränderungen deutlich machen.

Kombiniert man die Sensorauswertung mit aktuellen Wetterdaten, erhält man eine umfassende Datenbasis für die digitale Waldbeobachtung. Was bringt das? Für den zielgerichteten Waldumbau können beispielsweise zusätzliche Informationen zum Waldzustand gewonnen und standortbezogen optimierte Pflanzstrategien verfolgt werden. Maschinenbezogene Anwendungen wie etwa die Steuersysteme für Harvester und Forwarder sind im Angebotsportfolio der Maschinenhersteller verfügbar und bieten mit immer neuen Funktionalitäten optimierte Arbeitsbedingungen in der Holzernte. Ebenfalls mit Optimierungen warten die Anbieter von 3D-Vermessungs- und Erfassungssoftware auf, die mit App-Technik noch bessere Handhabbarkeit und weitere Funktionen anbieten. Wichtig hier sind auch Cloud-Lösungen, die für den schnellen Austausch mit dem Auftragsmanagement in der Holzlogistik sorgen.

Forschungsprojekte zeigen Zukunftspotenzial auf

Den Blick in die Zukunft und Klarheit, wie die enge Vernetzung in der Wertschöpfungskette Forst & Holz zukünftig vorankommen kann, bieten die Vorträge im Rahmenprogramm der INTERFORST 2022: Mehrere Forschungsprojekte, wie z. B. Waldwirtschaft 4.0, EDE4.0 oder Smart Forestry sollen den Weg bereiten für eine intelligente Holzernte und -vermarktung. Mit einem Themenschwerpunkt „Angewandte Digitalisierung in der Walderschließung“ im Forum am 19. Juli 2022 zeigen Prof. Dr. Jürgen Roßmann, RWTH Aachen, und Prof. Erik Findeisen, Fachhochschule Erfurt, welche Möglichkeiten zur Cloud-basierten Navigation bei der Holzlogistik bestehen und wie Digitaltechnik zur Aufnahme von Wegezuständen genutzt werden kann. Unter der Moderation von Prof. Dr. Karl Stampfer, Universität für Bodenkultur Wien, kommen am 20. Juli 2022 die Themen „Digitale Schnittstellen Waldmonitoring“ mit Prof. Dr. Arne Nothdurft, Universität für Bodenkultur Wien, und „Wald und Holz 4.0“ mit Frank Heinze, RIF Institut für Forschung und Transfer e.V. und Dr. Thomas Freudenmann, EDI GmbH, zur Sprache.

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Pressekontakte
Sabine Wagner
PR Manager
Messegelände
81823
München
press.shows@messe-muenchen.de
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